Bunker in Berlin

Berliner Unterwelten e.V.http://berliner-unterwelten.de/tour-3.15.1.html  bietet veschiedene Fuehrungen in die Bunkeranlagen Berlins. Bei unserem Besuch am 19.0.9.2014 nahmen wir teil an Tour Nummer 3.

Zunaechst geht es 8 Meter in den Untergrund zu einem Vortragsraum. Dort werden erste Informationen zur Bunkeranlage und zum Ablauf der Fuehrung gegeben. Ein erster Blick in die verschiedenen Ecken der Anlage offenbart, was im Notfall gebraucht wird: Axt, Schaufeln, Seile, Hammer, Saege,Hacke, Feuerloescher Schutzhelm, Gasmasken, Schutzanzuege gegen Radioaktivitaet, Erste Hilfe Kasten, Wasseraufbereitungsmittel, Notnahrung, Strahlendosismesser, Nothandleuchte, Feldbetten, Leichensaecke, Sprechanlagen, ein Belueftungssystem, das auch von Hand mit einer Kurbel betrieben werden kann.

Der erste von zwei Atomschutzbunkern, durch den wir gefuehrt werden stammt aus den 70er Jahren und ist eine Mehrzweckanlage. Ausgestattet fuer 2 Wochen Aufenthalt und mit eingelagerten Lebensmitteln, einem Wasserwerk sowie einem Notstromdieselmotor.

Etwa 10 Stunden nach Einschlad der Atombombe entscheiden die Regierungsmitglieder, die bereits im Regierungsbunker in Ahrweiler sitzen http://www.regbu.de/ausweichsitz/Fuehrungen.html ja sie entscheiden dann, wer in die Bunker darf um zu ueberleben. Einem Bombeneinschlag haelt der Bunker wegen der Druckwelle nicht stand. Wasser und Strom kommen aus dem oeffentlichen Netz, was also tun, wenn aufgrund eines EMPs als Folge eines Nukleareinschlages die Netze nicht mehr funktionieren. Hier kann die Belueftungsanlage per Hand mit einer Kurbel betrieben werden. Aus organisatorischen Gruenden empfiehlt es sich, einen Bunkerwart zu waehlen – der hat dann auch ein Einzelzimmer und diverse andere Vorteile.Er hat ein Telefon, Radio und zwei Assistenten. Abzufragen sind die Kenntnisse der neuen Bunkergemeinschaft : Erste Hilfe, Hilfe bei Angst, Stress und Panik, Techniker sind gefragt. Im Bunker ist eine Selbstverwaltung. Es ergibt sich die Frage, warum dass nur im Bunker funktionieren soll und kann.

Die Waende sind nicht strahlendicht und es gibt in Berlin Schutzraum fuer 25.000 Menschen. Was hat sich das Amt fuer Bevoelkerungsschutz und Katastrophenschutz nur dabei gedacht. Zumal fast niemand in Berlin weiss, wo sich diese Bunker befinden, die sobald der Ernstfall eintritt seitens des Militaers bewacht werden.

Waehrend des Kalten Krieges in Europa wurden seitens der NATO 40 Ziele fuer atomare Einschlaege in der BRD bestimmt. „Wer zuerst schiesst ist zuletzt tot“. Nach diesem Motto handelt die NATO.

Eine erschreckende Tour, die viele Fragen aufwirft. Zeit zu handeln und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

Untertitel aktivieren:https://www.youtube.com/watch?v=-KGa9baVh2k

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